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Alle Jahre wieder ...

... kommt das Christuskind auf die Erde nieder – wo wir Menschen sind

Damals vor 2 000 kam Gott kam im schäbigsten Winkel zur Welt. In der letzten freien Schlafstätte fand er seinen Platz in unserer Welt. Wo wäre heute ein solch schäbiger Ort für die heilige Menschwerdung?

Einige Menschen haben eine Krippe an einem schäbigen Ort auf, z.B. in einer staubigen Kellerecke, oder in einen verachteten Winkel in Ihrer Gegend aufgestellt und uns Fotos zur Verfügung gestellt.
6 dieser Fotos stellen wir Ihnen mit besinnlichen Impulsen im Laufe des Advents vor.

Wir laden Sie ein: es auch (noch einmal) auszuprobieren, was mit Ihnen und mit Weihnachten passiert – wenn Sie eine Krippe an ein schäbiges Plätzchen stellen

Auf dass Sie merken: Ist auch mir zur Seite
still und unerkannt ...


06.01.2026 - Heilige Drei Könige

Die Finsternis vergeht und das wahre Licht scheint schon. (1. Joh 2,8b)

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4) Stern über Bethlehem, kehr'n wir zurück
Steht noch der helle Schein in unsrem Blick
Und was uns froh gemacht, teilen wir aus
Stern über Bethlehem, schein auch Zuhaus.


Text: Alfred Hans Zoller 1964

Wenn Sie möchten, können Sie das Lied auf YouTube anhören: https://youtu.be/LQ4F6ASsz74. (Zur Nutzung von Youtube beachten Sie bitte die Google-Datenschutzerklärung.)

¯'¯'¯'¯'¯'¯'¯'¯

 

„Die Finsternis vergeht und das wahre Licht scheint schon.“ (1. Joh 2,8b; Tagesvers)

Der Weg der Sterndeuter endet nicht im Stall –
er beginnt dort erst richtig.
Sie gehen zurück in ihren Alltag und etwas ist anders: es steht steht noch der helle Schein in unsrem Blick.

6. Januar Tag der Sternsinger, der Weisen aus dem Morgenland fragt:
Was strahlt noch in uns von Weihnachten?
Was nehme ich mit in das gerade begonnene Jahr – an Licht, an Trost, an Freude, an Segen?

Vielleicht ist es nur ein kleiner Funke, die Ahnung: Gottes Licht scheint auch in meinem Haus,
auf meinen Wegen, an meinen schäbigen Plätzchen.

Darum lade ich ein, einen Moment still zu werden und zu fragen:
Was möchte ich „mitnehmen“? Welche Spur des Lichts begleitet mich in dieses Jahr hinein?
Und welche Ideen habe ich, um mir den Glanz der Heiligen Nacht, der Weihnacht das Jahr über zu erhalten bzw. mich daran zu erinnern
– wenn es Zeit wird das Finsternis vergeht?

„Und was uns froh gemacht, teilen wir aus ...“

Wie wäre es mit einer Liste mit 10 Ideen, wie ich für mich und andere sichtbar mache bzw. daran erinnere: das wahre Licht scheint schon.

So wird Weihnachten lebendige Erinnerung und Wegbegleiter –
ein Licht, das mit uns geht – weit über Weihnachten hinaus. Immer wieder. Alle Jahre wieder ... wo wir Menschen sind

Steht auch Dir zur Seite – still und unerkannt

Ich als Pfarrerin bin erreichbar – für ein Wort, ein Ohr, ein Gebet, ein Stück Weg, einen Segen
und da für Seelsorge.


26.12.2025 - 2. Weihnachtstag

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. (Joh 1,14a)

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1) Stern über Bethlehem, wir sind am Ziel
Denn dieser arme Stall bringt doch so viel
Du hast uns hergeführt, wir danken dir
Stern über Bethlehem, wir bleiben hier


Text: Alfred Hans Zoller 1964

Wenn Sie möchten, können Sie das Lied auf YouTube anhören: https://youtu.be/LQ4F6ASsz74. (Zur Nutzung von Youtube beachten Sie bitte die Google-Datenschutzerklärung.)

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„Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.“ (Joh 1,14a) (Jes 40,3.10; Losung)

Der zweite Feiertag fühlt vielleicht schon ruhiger an.
Die große Freude der Heiligen Nacht liegt noch in der Luft – doch jetzt wird sie innerlicher.
Fast wie in einem Moment, in dem man einfach stehen bleibt, schaut ... und staunt.

„Stern über Bethlehem, wir sind am Ziel.
Denn dieser arme Stall bringt doch so viel.“

Heute dürfen wir bleiben.
Uns die Zeit nehmen, wirklich anzukommen: in der Stille, in der Dankbarkeit, in der Herrlichkeit,
die sich manchmal erst zeigt, wenn die Betriebsamkeit abfällt.

Was wurde uns geschenkt – in diesen Tagen?
Ein Licht, das Dunkelheiten erhellt.
Ein Gott, der sich klein macht.
Ein Frieden, der zu Herzen geht.

Wie spüre ich heute Dankbarkeit?

Drei kleine Anregungen:

1. Halten Sie kurz inne und benennen was ihr Herz erfreut – lassen sie es 10 Sekunden wirken.

2. Schreiben Sie etwas auf, das Sie überrascht hat – etwas Ungeplantes, das gutgetan hat.

3. Sagen Sie einer Person danke, persönlich, in einer Nachricht, oder im Gebet.

Machen Sie sich eine Liste mit 10 Ideen: wie Dankbarkeit fühlbar, sichtbar, lebbar wird.

Auf das sich etwas zeigt von der Herrlichkeit, die Gott uns schenkt.
Gesegnete Weihnachten!

Wer mag, teile gern ein Foto der Krippe (s. unten)


Und wenn du darüber ins Gespräch kommen möchtest:
Ich als Pfarrerin bin erreichbar– für ein Wort, ein Ohr, ein Gebet, ein Stück Weg, einen Segen
und auch ansprechbar für Seelsorgegespräche. 


25.12.2025 - Weihnachtsfest

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. (Joh 1,14a)

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1) Ich steh' an deiner Krippe hier,
o Jesu, du mein Leben;
ich komme, bring' und schenke dir,
was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn,
Herz, Seel' und Mut, nimm alles hin
und laß dir's wohl gefallen.

4) Ich sehe dich mit Freuden an
und kann mich nicht satt sehen;
und weil ich nun nichts weiter kann,
bleib’ ich anbetend stehen.
O daß mein Sinn ein Abgrund wär’
und meine Seel’ ein weites Meer,
daß ich dich möchte fassen.
 
9) Eins aber, hoff ich, wirst du mir,
mein Heiland, nicht versagen:
dass ich dich möge für und für
in, bei und an mir tragen.
So lass mich doch dein Kripplein sein;
komm, komm und lege bei mir ein
dich und all deine Freuden.

Text: Paul Gerhardt 1653

Wenn Sie möchten, können Sie das Lied auf YouTube anhören: https://youtu.be/bwg-UYTjY_o. (Zur Nutzung von Youtube beachten Sie bitte die Google-Datenschutzerklärung.)

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„Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.“ (Joh 1,14a) (Jes 40,3.10; Losung)

Jede Krippe – ob geschnitzt, gebastelt oder verlorener Winkel im Stall – erzählt dieselbe Geschichte: 
Gott kommt dorthin, wo unser Leben rau und unordentlich ist. Dorthin, wo wir selbst lieber nicht hinschauen. 
Dorthin, wo wir nach Wärme hungern.

Darum lade ich ein: Nimm Dir einen Moment Zeit, eine Krippe zu betrachten.

Vielleicht hast du irgendwo eine Krippe hingestellt –
vielleicht an einem ungewöhnlichen Ort, vielleicht ganz bewusst an einem Platz, der alles andere als „perfekt“ ist. 
Betrachte dieses Bild einen Moment lang – das reale Foto oder die Erinnerung bzw. Vorstellung im Herzen.
Was sagt mir diese Krippe über die Heilige Nacht?
Was spüre ich von der Menschwerdung Gottes, von der bedingungslosen Liebe?
Welcher Ort in meinem Leben ruft danach, ebenfalls eine Krippe zu bekommen –
als Zeichen dafür, dass Gott auch dort ankommen darf?


Bitte gönnen Sie es sich und stellen die Krippe wahrlich auf: in ihrem Tagebuch, den Speicher, auf einem Grabstein, dem Mülleimer . . . kurz zur Probe und nehmen Sie wahr was passiert – mit Ihnen & mit Weihnachten.

Es birgt die Chance, dass gerade dort entsteht ein heiliger Moment:
ein wenig Frieden, ein wenig Wärme, ein wenig Nähe zu dem Gott,
der sich in eine Krippe legt, um unser Herz zu erreichen.

Gesegnete Weihnachten!

Wer mag, teile gern ein Foto der Krippe – oder des Ortes, der zu einem stillen Weihnachtsplatz geworden ist.


Und wenn du darüber ins Gespräch kommen möchtest:
Ich als Pfarrerin bin erreichbar– für ein Wort, ein Ohr, ein Gebet, ein Stück Weg, einen Segen
und auch ansprechbar für Seelsorgegespräche.


24.12.2025 - Heiligabend

Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. (Lk 2,10b.11)

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1) Stille Nacht, heilige Nacht! 
Alles schläft, einsam wacht
nur das traute hochheilige Paar, 
holder Knabe im lockigen Haar,
schlaf in himmlischer Ruh!
Schlaf in himmlischer Ruh!

Text: Joseph Mohr 1818

Wenn Sie möchten, können Sie das Lied auf YouTube anhören: https://youtu.be/Z15FHAVrv7A. (Zur Nutzung von Youtube beachten Sie bitte die Google-Datenschutzerklärung.)

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„Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“ (Lk 2,10b.11; Losung)

Das Bild der Krippe erzählt: Gott kommt leise. Zwischen Stroh, Stallgeruch und Schafen legt sich ein Frieden in die Welt, der fast überhörbar scheint.„Fürchtet euch nicht!“ sagen die Engel.Sie verkündigen eine große Freude, die überraschend unspektakulär klingt: Ein Kind. Als Licht in der Nacht.Viele Weihnachtslieder sind ihrer Art nach Schlaflieder.Auch Stille Nacht – seit 2011 UNESCO-Weltkulturerbe – wurde ursprünglich schlicht mit Gitarre gesungen. Möge die Botschaft zart durch den nächtlich ruhenden Lärm der Welt hindurch in unseren Herzen klingen.Zart, wie ein Wiegenlied, das die Seele berührt, beruhigt.Sicherlich braucht es genau das heute: Einen Moment, in dem die Nacht wirklich still wird.Seien wir empfänglich für Momente, in denen wir Stille genießenund uns hingeben dem „Schlaf in himmlischer Ruh“.

Wir freuen uns weiterhin über Fotos von Krippen – s. unten.


21.12.2025 - 4. Advent

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe! (Phil 4,4.5b)

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1)Mit Ernst, o Menschenkinder,
das Herz in euch bestellt,
bald wird das Heil der Sünder,
der wunderstarke Held,
den Gott aus Gnad allein
der Welt zum Licht und Leben
versprochen hat zu geben,
bei allen kehren ein.

4) Ach mache du mich Armen
zu dieser heilgen Zeit
aus Güte und Erbarmen,
Herr Jesu, selbst bereit.
Zieh in mein Herz hinein
vom Stall und von der Krippen,
so werden Herz und Lippen
dir allzeit dankbar sein.

Text: Valentin Thilo 1642; Strophe 4 1657

Wenn Sie möchten, können Sie das Lied auf YouTube anhören: https://youtu.be/hyH7cI6P2yI. (Zur Nutzung von Youtube beachten Sie bitte die Google-Datenschutzerklärung.)

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„Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe!“ (Phil 4,4.5b; Wochenspruch)

Der 4. Advent ist wie eine letzte Stufe vor Weihnachten. Manchmal wirkt sie brüchig: das Jahr schwer, die Kräfte dünn, die Freude verhalten. Und gerade dort hinein klingt dieser Satz: Freuet euch! Nicht, weil alles glatt wäre. Sondern weil Gott kommt — dorthin, wo es Risse hat; Moos wächst; Laub verwelkt; es nach Alltag riecht; wir unaufgeräumt sind.„Mit Ernst, ihr Menschenkinder das Herz in euch bestellt ... bald wird der wunderstarke Held ... bei allen kehren ein.“ Ob dieser Held noch kehren muss? Freut euch alle Wege! Er kehrt ein in das, was ist. In das Simple, das Bröckelige, das echte Leben. Und wir dürfen bitten: Ach mache du mich ... Herr Jesu, selbst bereit.Vielleicht hilft es dir „Jesu dich bereit machen“ zu spüren, wenn Du ganz körperlich innehältst:Reibe – voller Vorfreude, oder um selbige einzuladen – deine Hände aneinander warm.Lege im Stehen oder Sitzen beide Hände leicht auf dein Herz. Atme ruhig ein und aus.Mit jedem Atemzug sag dir leise: Ich öffne mich. Ich werde bereit. Und spüre die sich ausbreitende Wärme. Eine Geste, die du überall machen kannst: an der Bushaltestelle, im Büro, auf dem Sofa, mitten im Trubel. Gott kommt auch auf unsere abgetretenen Stufen, in den Alltag, der grau ist, und in die Ecken, die wir lieber verstecken würden. Genau dort beginnt die Freude zu leuchten — still, schlicht, unerwartet.Der Herr ist nahe. Vielleicht näher, als du es heute vermutest.Und vielleicht reicht schon diese bewusste Körperübung, um Gottes liebende Nähe wieder zu spüren.

Wir freuen uns weiterhin über Fotos von Krippen – s. unten.


14.12.2025 - 3. Advent

Es ruft eine Stimme in der Wüste: Bereitet dem HERRN den Weg! … Siehe, Gott der Herr kommt gewaltig. (Jes 40,3.10)

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1) Die Nacht ist vorgedrungen,
der Tag ist nicht mehr fern!
So sei nun Lob gesungen
dem hellen Morgenstern!
Auch wer zur Nacht geweinet,
der stimme froh mit ein.
Der Morgenstern bescheinet
auch deine Angst und Pein.

4) Noch manche Nacht wird fallen
auf Menschenleid und -schuld.
Doch wandert nun mit allen
der Stern der Gotteshuld.
Beglänzt von seinem Lichte,
hält euch kein Dunkel mehr,
von Gottes Angesichte
kam euch die Rettung her.

Text: Jochen Klepper 1938

Wenn Sie möchten, können Sie das Lied auf YouTube anhören: https://youtu.be/QvE5kHU52jk. (Zur Nutzung von Youtube beachten Sie bitte die Google-Datenschutzerklärung.)

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„Es ruft eine Stimme in der Wüste: Bereitet dem HERRN den Weg! … Siehe, Gott der Herr kommt gewaltig.“ (Jes 40,3.10; Wochenspruch)

Der dritte Advent weckt den Mut, Wege zu bereiten. Die Kirche von schweren Holzstützen durchzogen – sie halten, und zeigen selbst unsere vertrautesten Orte werden brüchig. Wie dieser Kirchraum, in dem schon lange kein Gottesdienst mehr gefeiert werden durfte.

Weil Krippenfiguren auf den Stufen stehen – wirkt das Abgeplatzte wie helle Sterne auf nächtlichem Grund. Was wäre, wenn wir Gott so den Weg bereiten: ungeschönt, alltäglich, nah am wirklichen Leben? Kommt Gott dann so „gewaltig“, dass die abgeplatzte Farbe (fast) das ganze Jahr über einen Hauch von Weihnachtsfreude trägt? Ein Versuch wäre es wert, denn: Beglänzt von seinem Lichte, hält euch kein Dunkel mehr
Der Stern der Gotteshuld wandert mit – weder gebunden an Glockenturm oder heile Welt, sondern unterwegs, mit uns in unseren Brüchen und Baustellen. Noch manche Nacht wird fallen Es gibt Nächte, die wir selbst verschulden, und Nächte, die uns widerfahren. Gerade weil noch manche Nacht fällt, braucht es das Licht, das uns findet, selbst dort, wo wir uns verloren glauben. Auch wenn Kirchen geschlossen bleiben, oder verkauft werden?  Jesaja antwortet: „Gott kommt gewaltig!

Gott den Weg zu bereiten gerade an den abgeschabten Stellen unseres Lebens – und offen zu bleiben für das Unerwartete. Denn mit dem Stern der Gotteshuld hält uns kein Dunkel mehr.

Wir freuen uns weiterhin über Fotos von Krippen – s. unten.


07.12.2025 - 2. Advent

Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. (Lukas 21,28)

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O Heiland, reiß die Himmel auf,
herab, herab vom Himmel lauf.
Reiß ab vom Himmel Tor und Tür,
reiß ab, wo Schloß und Riegel für!

O Gott, ein’ Tau vom Himmel gieß,
im Tau herab, o Heiland, fließ!
Ihr Wolken, brecht und regnet aus
den König über Jakobs Haus.
Friedrich Spee 1622

Wenn Sie möchten, können Sie das Lied auf YouTube anhören: https://youtu.be/S7R0mxXM1po. (Zur Nutzung von Youtube beachten Sie bitte die Google-Datenschutzerklärung.)

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„Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“ (Lukas 21,28; Wochenspruch)
Der zweite Advent ruft uns zu: Kopf hoch! Nicht als Druck, sondern als Zuspruch. Als würde Gott selbst sanft unter unser Kinn greifen und sagen: Heb deinen Blick – ich komme dir entgegen.
Maria steht vor einem fast vollständig eingesponnen Fenster. Sie wirkt selbst ein wenig eingesponnen, hat den Kopf gesenkt – wie viele von uns, wenn Sorgen, Routinen, Müdigkeit oder innere Nebel uns den Blick verstellen. Vielleicht sind diese Spinnweben tatsächlich die Schlösser und Riegel unseres Alltags: feine Fäden, solange kaum sichtbar, bis der Staub sie grau und schwer macht, sie uns eingesponnen haben und gefangen halten im staubigen Grau.

Wir brauchen manchmal mehr als einen kleinen Lichtblick „O Heiland, reiß die Himmel auf“ – einen Durchbruch, der die grauen Wolken beiseiteschiebt. Was würden wir sehen, wenn der Himmel über uns aufreißt? Vielleicht dass Gott uns anschaut und dass die größte Not alles andere als das letzte Wort hat. 
„O Gott, ein’ Tau vom Himmel gieß.“ Möge Gottes Wirklichkeit unsere eigene durchdringen. Dass wir seine Macht anerkennen und sein Reich unser Vaterland wird: nicht als politischer Besitzanspruch, sondern als himmlische Heimat. Ein Land getragen von gesundem Patriotismus als emotionaler Verbundenheit mit Gott, statt von Grenzen, die ausgrenzen.

Lassen wir uns einladen den gesenkten Kopf zu heben, selbst wenn das Fenster hinter dir staub-grau zu gesponnen ist. Gott reißt die Himmel auf – und manchmal beginnt Erlösung genau mit diesem sanften Satz: „Erhebe dein Haupt – ich bin da.“


30.11.2025 - 1. Advent

Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. (Sacharja 9,9b)

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Wie soll ich dich empfangen
Und wie begegn' ich dir?
O aller Welt Verlangen,
O meiner Seelen Zier!
O Jesu, Jesu, setze
Mir selbst die Fackel bei,
Damit, was dich ergötze,
Mir kund und wissend sei.

Text: Paul Gerhardt 1653

Wenn Sie möchten, können Sie das Lied auf YouTube anhören: https://youtu.be/AP6RtZru7lg. (Zur Nutzung von Youtube beachten Sie bitte die Google-Datenschutzerklärung.)

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Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. (Sacharja 9,9b; Wochenspruch)
Der Advent beginnt mit einer Zumutung voller Sanftmut: Gott kommt. Weder zur Kontrolle, noch als Qualitätsprüfung, oder als himmlische Hygienepolizei. Sondern als Gerechter – also einer, der die Verhältnisse zurechtrückt – und als Helfer, der uns in unserer Welt beisteht.

Wir müssen weder erst den perfekten Empfang vorbereiten, noch den Boden wienern und das Leben faltenfrei glattziehen. Der Wochenspruch erinnert daran: Der König kommt zu dir – statt zu einer Idealversion deiner selbst. Vielleicht ist das heute die Fackel, die Jesus bei uns setzt: ein Licht, das wärmt, mit der Zusage: „Ich komme zu Dir, so wie Du bist.“

Eine uralte und brandaktuelle Frage: „Wie soll ich dich empfangen?“. Wir könnten antworten: lieber ehrlich als überfordert. Lieber mit einer Tasse Tee in der Hand als abgehetzt in einem ordentlichen, Wohnzimmer. 
Gott kommt als bedingungslose Liebe und ist als solche bereit sich in unseren alltäglichen Schrott zu stellen. Vielleicht ist genau dort die Stelle, an der seine Hilfe ansetzt. Wenn wir Jesus empfangen – offen, ungeschönt, so wie wir sind – dann hilft er uns, mit uns selbst gnädiger zu leben. Vielleicht ist es uns gerade deshalb möglich die Unordnung anzusehen, uns ihr zu stellen und diese gnädig ein wenig zu räumen. Nicht weil wir meinen zu müssen, sondern weil wir Energie und Lust dazu haben. Er bringt Ordnung, ohne Druck, sondern als Frieden.

So beginnt Advent: mit einem König, der inmitten unserer Unordnung Platz nimmt und sie mit seinem Licht verwandelt.

Und wir laden Sie ein: Stellen Sie Ihre Krippe an einen ganz alltäglichen oder „schrottigen“ Ort – und schicken Sie uns ein Foto. Geben Sie Gott die Chance als Gerechter und Helfer genau dort zu leuchten.


24.11.2025 - Wochenspruch:

„Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen.“ (Lukas 12,35)

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4. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit,
eu’r Herz zum Tempel zubereit’.
Die Zweiglein der Gottseligkeit
steckt auf mit Andacht, Lust und Freud;
so kommt der König auch zu euch,
ja, Heil und Leben mit zugleich.
Gelobet sei mein Gott,
voll Rat, voll Tat, voll Gnad.
Text: Georg Weissel (1590–1635)

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Ewigkeitssonntag mit Gedenken aller Verstorbenen des zu Ende gehenden Kirchenjahres – da kommen wir her und uns steht der erste Advent vor Augen. So sind wir eine kleine Weile in einem merkwürdigen Dazwischen: 
Rückblick und Aufbruch, Abschied und Erwartung. So ein Dazwischen bewusst wahrzunehmen, tut gut.

„Lasst eure Lenden umgürtet sein!" – das meint ursprünglich: Seid bereit. Damals band man die langen Gewänder hoch, wenn man sich auf den Weg machte. Heute könnte man sagen: Lasst eure Röcke gerafft bzw. eure Hosenbeine gekrempelt sein. (Falls der Weg matschig oder nass sein wird.)

Im Efeu – dieser immergrünen Pflanze – schimmert etwas von Gottes Ewigkeit. Efeu bleibt grün, wenn unsere Tage grau sind. Zweige der Gottseligkeit, die wir aufstecken sollen, mit Andacht, Lust und Freud, meint: kleine Alltagslichter, ein mit Freude gereichter Kaffee, Gesten der Güte, ein tiefer, lustvoller Atemzug, ein andächtiges Gebet zwischen zwei Terminen. Nichts Großes, eher das Unscheinbare, das gerade deshalb unsere Herzen wärmt und so „zum Tempel zubereit´“.

Advent heißt nicht, alles andere als möglichst viel zu schaffen, sondern viel mehr: bereit werden. Bereit, dass Gott „der König auch zu euch" kommt; einen Weg findet zu den schäbig geratenen Plätzchen – mitten hinein in unsere eigenen Dunkelheiten, in die Unordnung neben der Haustür, in die Müdigkeit der Herzen. Vielleicht segnet Gott gerade das Unvollkommene zuerst, denn er bringt ja Heil und Leben mit zugleich und wo könnte all das mehr wirken?

So gehen wir in diese Adventszeit: Hoffentlich weniger perfektionistisch, dafür bereit. Und mit der freundlichen Gewissheit, dass jedes kleine brennende Licht zählt.

Auch in diesem Jahr freuen wir uns über Ihre Fotos, von Krippen, die ganz bewusst an einem unscheinbaren, vielleicht sogar etwas „schäbigen“ Ort stehen dürfen. Probieren Sie es aus: Stellen Sie Ihre Krippe einmal dorthin, wo niemand Schönheit erwartet – und schicken Sie uns ein Foto davon.


Seien Sie mutig ...

... und teilen Sie ein Foto von Ihrem/Ihren schäbigen Plätzchen.
Erzählen Sie uns gerne von Ihren heiligen Erfahrungen oder Ihrer (durch diese Aktion veränderten) Wahrnehmung von Weihnachten.

Die Bilder können Sie hier hochladen:
t1p.de/schaebigePlaetzchen25
(Der Link ist bis 31.01.2026 gültig.)
Passwort: Krippe2025

oder
per WhatsApp an: +491781521438

oder
per E-Mail an: Jutta.Fang(at)evkirchepfalz.de

Wir freuen uns über viele Einsendungen!

Mit herzlichen Segensgrüßen
Jutta Fang

Wir behalten uns vor, eingesandte Fotos zu veröffentlichen (in der Regel anonym, auf schriftlichen Wunsch mit Namensnennung). Bei der Verwendung von Textbeiträgen holen wir, wenn möglich, vorher das Einverständnis ein.

Galerie der bisher eingegangenen Bilder


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